Archiv der Kategorie: Allgemein

Fremde Freunde – Patenschaften mit Flüchtlingen

„Wir wollen, dass aus Fremden Freunde werden und Menschen aus anderen Ländern sich in unserer Stadt wohlfühlen!“

Deshalb vermittelt und begleitet der Polylux e.V. Patenschaften zwischen Einheimischen und Geflüchteten, die auf dem Datzeberg leben! Die ehrenamtlichen Paten begleiten und unterstützen Geflüchtete, dabei sind sie z.B. Ansprechpartner/in in Alltagsfragen, helfen bei Hausaufgaben/beim Deutschlernen oder machen einfach etwas schönes gemeinsam.

Wenn du auf dem Datzeberg oder in der Nordstadt lebst und Patin oder Pate werden möchtest, melde dich bei uns über das Kontaktformular oder schreib direkt eine E-mail oder ruf an!

polylux e.V. / 0395-55793033 / fremdefreunde@polyluxev.de
weitere Informationen findet ihr auch auf der Homepage des Vereins: http://www.polyluxev.de/fremde-freunde

Das Projekt wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben“ gefördert.

 

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HelferInnen-Treffen

Hallo Alle, die ihr unseren Blog regelmäßig verfolgt, bereits aktive Helfer seit oder uns mit einer guten Idee unterstützen wollt. Am 20. Dezember um 15.30 Uhr ist unser nächstes Treffen. Wir klären gerade die Location, achtet also bitte auf Aktualisierungen!

Toll wäre, wenn wir es uns auch ein bisschen gemütlich machen können und jeder eine Kleinigkeit zum Snacken mitbringt. Ist immerhin der 4. Advent. Für Getränke (Kaffee, Tee, Saft) sorgen wir.

Gemeinsame Pressmitteilung zur Bündnisdemonstration am 24. Oktober 2015

Refugees welcome – mehr, als eine Floskel

Laut, bunt, fröhlich – knapp 400 Menschen haben sich am Samstag (24.10.2015) auf Neubrandenburgs Straßen für die Rechte Geflüchteter eingesetzt. Landesweit eingeladen haben die Initiativen Neubrandenburg hilft, Neubrandenburg sagt Willkommen und Neubrandenburg Nazifrei.

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„Der Ton in Sozialen Netzwerken wird zunehmend rauer, Fremdenfeindlichkeit in der >normalen Bevölkerung< immer offensiver. Dem wollen wir entgegentreten. Engagement ist wichtiger denn je. Wir können dieser Entwicklung nicht einfach zusehen oder, viel schlimmer noch: wegsehen.“ Anna Rosenthal ist Mitinitiatorin der Koordinationsstelle von Neubrandenburg hilft und mitverantwortlich für den Ablauf der Demonstration. „Wir wollten eine fröhliche Veranstaltung. Das haben wir, nicht nur aus unserer Sicht, geschafft. Wir haben viel positives Feedback bekommen. Den wirklich verunsicherten Bürgerinnen und Bürgern kann ihre Angst nur genommen werden, wenn ihnen aufgezeigt wird, wie sie selbst etwas bewegen können.“
Unter dem Motto >>REFUGEES WELCOME – MV heißt seine neuen Einwohner*innen willkommen<<  haben sich BürgerInnen, Organisationen, sowie demokratische Parteien vereinigt, um gemeinsam gegen den immer lauter werdenden rassistischen Mob zu agieren. Kundgebungen verschiedener Initiativen haben aufgerufen, sich für Geflüchtete zu engagieren und nicht zuzulassen, dass rechte Ideologien in die Mitte der Gesellschaft rutschen. „Wir haben heute so viel Zuspruch, so viel Hoffnung von all denen erhalten, die mit uns gekommen sind. Die Mehrheit hier wird nicht zulassen, dass rassistische Propaganda und Stimmungsmache gegen Flüchtlinge unser Zusammenleben vergiftet“, sagt Theresa Stein von Neubrandenburg sagt Willkommen. Auch ihr war der friedliche Gedanke wichtig, den die Demonstration nach außen tragen sollte. „Am Montag laufen als Mvgida getarnte NPD-Funktionäre und deren SympathisantInnen durch Neubrandenburg. Die Veranstaltungsseite auf Facebook ist voll mit rassistischen Kommentaren, Beleidigungen gegenüber Andersdenkenden und Engagierten, sowie Bildern, die einen eindeutig rechten Bezug haben.“
Abed war zusammen mit einem Freund auf der Demonstration. Er lebt seit seiner Ankunft in Neubrandenburg in der Notunterkunft Fünfeichen. „Wir fühlen uns wie Tiere in einem Käfig. Wenn wir auf der Straße sind, sprechen wir nicht mehr auf Arabisch, aus Angst, die Menschen denken, wir seien Terroristen. Aber genau vor denen sind wir geflohen – ich komme aus Aleppo, dort ist Krieg, ich konnte nicht bleiben.“ Das Warten und die Langeweile seien für den Studenten belastend. „Wir wollen nützlich sein, arbeiten. Wir sind nicht zehntausende Kilometer geflohen, um hier Ärger zu machen. Wir wollen ein ganz normales Leben führen. Ohne Angst, sterben zu müssen. Menschen, wie Abed, haben es zunehmend schwerer in Deutschland.
Obwohl die Hilfsbereitschaft groß ist, steigt die Zahl der „Bürgerinitiativen“ gegen AsylbewerberInnen an. „Oft skandieren sie „Asylbetrug“ oder „Asylmissbrauch“, sie sprechen von „Flüchtlingswellen“ – das Wort „Mensch“ ist in ihrem Repertoire nicht vorhanden, solange es sich nicht um eine/n Deutsche/n handelt“, sagt Johannes Peters von Neubrandenburg Nazifrei. „Diese Atmosphäre ist bedrückend. Wir wollen nicht, dass sich die Geschichte wiederholt. Dass Menschen aufgrund ihrer Couleur, ihrer Religion, ihrer Sexualität verfolgt werden. Genau davor fliehen sie. Wir sind in der Lage, diesen Menschen zu helfen. Es wäre eine Schande, es nicht zu tun.“

Spielzeug für Fünfeichen

****ERLEDIGT DANKE!****

Die Räumlichkeiten der Flüchtlinge sind zu beengt, um dort mit viel Spielzeug eine Freude zu machen. Heiß begehrt ist aber alles, was rollt und womit man draußen spielen kann.

Wer also einen Roller, ein Laufrad, ein Bobbycar, Bälle, Ballpumpen und alles in dieser Richtung dort abzugeben hat, erfreut die Kinderherzen in Fünfeichen garantiert. Der Tag ist lang und das Freigelände bietet genug Platz.

»Refugees Welcome! M-V heißt seine neuen Einwohner*innen willkommen«

Ein breites Bündnis ruft für den 24. Oktober zu einer landesweiten Demonstration in Neubrandenburg auf:

»Refugees Welcome! M-V heißt seine neuen Einwohner*innen willkommen«

Viele Menschen sind zur Zeit im gesamten Bundesland für Flüchtlinge aktiv und verbringen ihre Zeit in Kleiderkammern, beim Dolmetschen, als Begleitung bei Behördengängen, geben Sprachkurse oder schaffen Freizeitangebote. Es gab Willkommensfeste und Freundschaften wurden geschlossen. Es gibt nicht nur eine Flut an Spenden als Ablasshandel für eine gescheiterte Außenpolitik der EU, sondern tatsächlich pragmatische Hilfe und Vernetzung neuer Bündnispartner*innen, die die Hoffnung erlauben, nachhaltige Unterstützung für Flüchtlinge zu etablieren.
Wir wollen diese positiven Entwicklungen, die meist leise stattfinden, sichtbar machen und zum Mitmachen animieren.
Deshalb ist es wichtig laut zu werden, denn auch rassitische Anfeindungen sind leider alltäglich geworden. Landauf, landab marschieren angebliche besorgte Bürger*innen und propagieren ihre Abschottungsphantasien und ihren Hass auf das vermeintlich Andere. Sie erwarten Lösungen »von oben« und jammern gleichzeitig über ihre Unterdrücktheit. Sie fragen »ob wir Flüchtlinge aufnehmen müssen?« und »warum sie gerade zu uns kommen?«, dabei sollte es darum gehen »wie« wir den Menschen helfen können. Mit Gerüchten und Verschwörungstheorien versuchen Rassist*innen in Gesprächen und in den Sozialen Netzwerken Stimmung zu machen und ihren Frust an Menschen auszulassen, die alles aufgeben mussten, um Krieg, Armut oder Diskriminierung zu entkommen. Sie geben sich den Anstrich einer Bürgerinitiative oder predigen, für »das Volk« zu sprechen, das sie dem Untergang nahe sehen. Befeuert  wird dies mit sprachlichen Bildern wie »Flüchtlingswellen« oder »Flüchtlingskrisen«, die eine Abwehrhaltung ohnehin verunsicherter Menschen weiter befördern.

  • Wir wollen ein klares Zeichen gegen die alte Hetze setzen, die das Zusammenleben vergiftet und wir fordern auf, aktiv Hilfe zu leisten.
  • Wir wollen uns solidarisch zeigen mit den Menschen, die alles aufgegeben haben und nun gezwungen sind, sich hier ein neues Leben aufzubauen.
  • Wir fordern die Anerkennung des Rechts auf Asyl statt einer Unterteilung in »gute« und »schlechte« Flüchtlinge.
  • Wir fordern die Ächtung rassistischer Gewalt und Solidarität mit den Betroffenen.

Alle sind willkommen! Treten wir gemeinsam ein für menschenwürdige Lebensbedingungen, eine an den Menschen orientierte Flüchtlingspolitik, eine solidarische Willkommenskultur und entschlossen gegen jede Form von Rassismus!

Neubrandenburg nazifrei, Neubrandenburg hilft, Neubrandenburg sagt willkommen

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Fahrräder sammeln allein reicht nicht!

Das AJZ Neubrandenburg sammelt Fahrräder für die Menschen in Kreuzbruchhof. Noch bis zum 10.10. könnt ihr eure alten Drahtesel mittwochs, freitags, samstags, sonntags ab 17 Uhr direkt im AJZ in der Seestraße 12 abgeben.

Und am 10.10. heißt es dann: Schrauben, Basteln, Schrubben – die Fahrräder werden flott gemacht und dann nach Kreuzbruchhof gebracht. Wer Zeit hat, kommt am 10.10. nachmittags in AJZ und bringt Werkzeug mit.

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